Was ist Shiatsu?

Shiatsu-Therapie

Shi-atsu bedeutet wörtlich Finger(shi)-druck(atsu) und wird auch die "Kunst der Berührung" genannt. Es wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus der chinesischen Heilmassage Tuina und dem japanischen Anma ent-wickelt. In dieser Körperarbeit werden Energieblockaden diagnostiziert, behandelt und gelöst. Entsprechend der "Traditionellen Chinesi-schen Medizin" ist Schmerz "der Schrei des Körpers nach Energie".

Shiatsu fördert auch die Vitalität, tiefes körperlich-seelisches Wohlbefinden und einen freien, beweglichen Fluss unserer gesamten Lebensenergie.

Nach dem System der chinesischen Medizin wird der Mensch über ein Meridiannetz – ein Netz von Energieleitbahnen, Energieströmen – organisch, seelisch und psychisch mit Qi = Energie versorgt. Dieses Netz durchzieht den gesamten Körper. Auch die Akupunkturpunkte liegen auf diesen Meridianen. Akupunkturpunkte – "Orte" spezifischer Energieansammlung – liegen ebenfalls auf diesen Meridianen.

Ein Ungleichgewicht in diesem menschlichen Energiesystem entsteht durch schädliche "innere und äußere Einflüsse" und führt zu Beschwerden und Erkrankungen. Beispielhaft seien hier starke Emotionen als innerer Einfluss und Epidemien als äußerer Einfluss genannt.

Unsere Lebensenergie und unsere Organe werden genährt vom Herz-Dünndarm-, Nieren-Blasen-, Lungen-Dickdarm-, Leber-Gallenblasen-, Perikard-3-facher-Erwärmer- und Magen-Milz-Meridian.

Sowohl Energiefülle als auch Energieleere in einem Meridian führen zu Beschwerden und Erkrankungen. Anhand von Shiatsu spezifischer Diagnostik kann der Energiestatus erkannt werden und die betroffenen Meridiane balanciert werden.

Neben der Balancierung der Energien sind Akupressur, Ganzkörperdehnungen und Gelenksbehandlungen zusätzliche Elemente in einer Shiatsubehandlung.

Shiatsu findet bekleidet und auf einem Futon liegend statt, kann jedoch auch auf einer Massagebank oder einem Stuhl ausgeübt werden und ist in der Regel für Menschen jeden Alters möglich.

Behandelt werden kann auch auf einer Massagebank oder einem Stuhl, falls es für die Patientin/den Patienten angenehmer ist.